Regulierung der Trinkwasserversorgung unerwünscht
In einer gemeinsamen Erklärung weisen Versorgungswirtschaft und Umweltverbände die Forderungen der Monopolkommission bezüglich der Umstrukturierung und Regulierung der Wasserwirtschaft mit Nachdruck zurück. Hans-Joachim Reck, Hauptgeschäftsführer des VKU betonte, dass der Ruf nach einer Regulierung nicht mit den Interessen der Verbraucher begründet werden könne. Die Verbraucher wollten keine Regulierung. Es sei völlig unverständlich, warum die Monopolkommission die Forderung nach einer weiteren Kontrollinstanz aufstellt und massiv in funktionierende Strukturen eingreifen wolle. Die Wasserversorgung sei eine kommunale Kernaufgabe der örtlichen Daseinsvorsorge. Städte und Gemeinden treffen die nötigen Organisationsentscheidungen. Sie seien nah dran und fänden die besten Lösungen für ihre Bürger vor Ort. Die Bürger sind in die Entscheidungsprozesse eingebunden. All das könne eine zentrale Regulierungsbehörde weit weg vom Verbraucher nicht leisten. Martin Weyand, Hauptgeschäftsführer Wasser/Abwasser des BDEW, ergänzte, dass bei einer "Fokussierung allein auf die Wasserpreise und einer Reduzierung der Wasserwirtschaft auf eine reine Ökonomiediskussion" Qualität, Versorgungssicherheit und Umweltschutz nicht im erforderlichen Umfang berücksichtigt würden. Sebastian Schönauer vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) kam zum Schluss, dass das von der Monopolkommission empfohlene Regulierungsregime die kommunale Selbstverwaltung und das bürgerschaftliche Engagement schlicht untergrabe.
PM von www.zfk.de

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