Innovative Stromerzeugung mit der Wasserwirbeltechnologie
Um auch zukünftig die Energieversorgung sicherzustellen, muss eine Grundlage für eine unabhängige Versorgung mit nachhaltig wirkender Energie geschaffen werden. Spezielle Technologien ermöglichen bereits aus vorhandenen Quellen Energie zu gewinnen. Ein neues Verfahren zur Energiegewinnung ist die Wasserwirbeltechnik. Seit November 2009 läuft die landesweit erste Anlage in der Schweiz am Flüsschen Suhre als Pilotprojekt.
Regenerative Energie aus Wind, Sonne, Wasserkraft und Biomasse nehmen einen immer größeren Stellenwert in unserer Gesellschaft ein. Bereits 16 Prozent des Stromaufkommens in Deutschland werden durch diese Energiequellen abgedeckt. 2009 wurden bereits insgesamt 93 Mrd. kWh Strom aus erneuerbarer Energie erzeugt. Die Produktionsmöglichkeiten sollen in Zukunft aber weiter gesteigert werden.
Eine neue vielversprechende Kraftwerkart zur Energieerzeugung aus Wasserkraft wurde kürzlich in der Schweiz konstruiert und in Betrieb genommen. Seit Ende 2009 produziert im Kanton Aargau in Schöftland das erste Wasserwirbelkraftwerk Energie.
Wasserwirbeltechnologie aus der Schweiz
Anfang November 2009 erfolgte die Inbetriebnahme des Wasserwirbelkraftwerks in Schöftland zum Probebetrieb für die Stromproduktion. Zwei Wochen zuvor wurde die erste Testreihe erfolgreich abgeschlossen. Berichten zufolge hat sich die Wasserkraft wunschgemäß nach dem Vorbild aus der Natur entwickelt. Nach Ablauf der Testreihe konnte mit einem amtlich geprüften Lastgangzähler bestätigt werden, dass die geplante elektrische Leistung von 8-15 kW auch während der Trockenheit sowie einer niedrigen Wassermenge bereits nach wenigen Einstellungsänderungen erreicht werden konnte. Nach Aussagen der Betreiber sollen nach Abschluss der nächsten Optimierungen jährlich 100.000 bis 130.000 kWh aus umweltfreundlichem Wasserstrom erzeugt werden. Dies würde für 20 bis 25 Haushalte oder für cira 50 bis 60 Personen ausreichen.
Leistungssteigerungen bis zu 50 Prozent sind zu erwarten
Die Betreiber des landesweit ersten Wasserwirbelkraftwerks berichten, dass die technischen Leistungen durch eine Weiterentwicklung und Optimierung bis zu 50 Prozent gesteigert werden können. Informationen zufolge soll dies mit der Entwicklung eines neuen optimierten Rotors, einer verbesserten Strömungsführung sowie eines weiter automatisierten Frequenzumrichters erreicht werden. Anhand dieser ersten Referenzanlage wird zurzeit das erforderliche Know-How erarbeitet, diese Technologie noch professioneller und nachhaltiger für weitere Anlagen einzusetzen. Ziel ist es eine langfristige und sichere Produktion erneuerbarer Energie sicherzustellen. Bis jetzt sind bereits über 10 weitere Anlagen dieser Art in Planung und nochmals 20 in einer Abklärungsplanung.
Generell verfügt die Schweiz über mehr als 40.000 potentielle Standorte für Wasserwirbelkraftwerke. 7.000 davon finden sich an stillgelegten alten Flusskraftwerksstandorten. Wenn das gesamte Potential ausgeschöpft werden würde, könnten über 1 Mio. Haushalte (2.3 Mio. Menschen) mit 100 Prozent ökologischem Strom aus der Schweiz versorgt werden.
Finanzierung und Patenschutz
Die Finanzierung der Wasserwirbelkraftwerke stützt sich hauptsächlich auf Genossenschafter, welche Anteilsscheine ausgeben und Darlehen gewähren. Im Sinne der Genossenschaft haben sich aktuell aber auch mehrere Familien, Gruppen sowie Firmen gemeldet, welche ein ganzes Kraftwerk kaufen oder finanzieren möchten.
Bis jetzt sind diese Anlagen ausschließlich der Schweiz vorbehalten. Sie
sind international patentrechtlich geschützt und dürfen ohne Patentlizenzvertrag weder hergestellt noch betrieben werden. Das exklusive Lizenzrecht für die Schweiz Wasserwirbelkraftwerke zu planen, zu bauen und zu betreiben hat die ARGE „Wasserwirbelkraftwerke Schweiz“ erworben. Ob und welches Potential solche Kraftwerke in Deutschland haben könnten wird sich zukünftig noch zeigen.

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