Erfolgsgeschichte Energiewende

In unserem Gastbeitrag von Friedhelm Ost wurde deutlich, dass der Weg, den die Energiewende bestreitet, von einigen Stolpersteinen besetzt ist. Dennoch sollte nicht vergessen werden, was mit der Energiewende und den Erneuerbaren Energien erreicht worden ist und was noch möglich sein wird.

von Matthias Epkes
News

Datum: 22.12.2017 12:32

Ohne Erneuerbarer Energie geht nichts mehr

Zunächst lohnt der Blick auf die neuen Zahlen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), die am vergangenen Mittwoch in Berlin veröffentlicht wurden. Der Anteil der Erneuerbaren Energien an der gesamten Erzeugung liegt mittlerweile bei 33,1% (2016: 29%). Damit wird rund ein Drittel der gewaltigen 654 Milliarden Kilowattstunden aus sauberer Energie produziert. Die Bedeutung der Energiewende lässt sich mit den Zahlen zu Beginn des Jahrtausends zeigen. Im Jahr 2000 lag der Anteil der Erneuerbaren Energien bei mickrigen 6,2%.

Strom aus Kernenergie wird immer unbedeutender und steht aktuell nur noch bei 11,6%. Allein die Windenergie produziert 16,1% und übertrumpft damit die deutschen AKW. Unter den Debatten über die zukünftige Entwicklung von Erneuerbaren Energien und wie viel Prozent in den kommenden Jahrzehnten möglich seien, scheinen einige Befürworter utopische Ziele zu nennen. Schaut man sich die Entwicklung der letzten 17 Jahre an, sind diese Forderungen aber mindestens nachvollziehbar.

Energiewende ist alternativlos

Sicherlich muss an einigen Stellen noch geschraubt werden. Die Themen dabei sind: Speicherkapazitäten, Vernetzung des europäischen Strommarktes, Effizienz in Produktion und Verbrauch. Der Bedeutung der Energiewende tut dies keinen Abbruch. Experten rechnen damit, dass 2018 erstmals die grüne Energie den Energieträger Kohle überholen  und damit der wichtigste Energieproduzent werde. Die Kohle als größter Umweltsünder überhaupt wäre entthront. Der gewaltige Ausstoß von klimaschädlichen CO2 würde sich verringern und was die Braunkohle angeht, wäre es nicht mehr nötig ganze Landstriche abzugraben. Einzig die Versorgung durch Gas wird in Zukunft eine größere Rolle spielen. Gas ist bei der Nutzung deutlich umweltverträglicher als Kohle.

Die Kernkraft spielt in naher Zukunft keine Rolle mehr. Eine Technologie, die uns unbestritten Versorgungssicherheit gebracht hat und dennoch unter zwei zentralen Problemen leidet. Zum einen könnte ein größerer Unfall der Anlagen drastische Folgen für Mensch und Umwelt bedeuten, zum anderen ist die Endlagerung der verbrauchten Brennstäbe bis heute nicht geklärt. Vielleicht mögen Windräder in ihrer Vielzahl nicht besonders schön anzusehen sein, allerdings geht von ihnen weder Gefahr aus, noch schleudern sie Unmengen von klimaschädlichen Gasen in die Luft.

Und eins darf nicht vergessen werden: Zwar sind Wind, Sonne und Co wechselnd stark vorhanden. Im Gegensatz zu den fossilen Energieträgern werden sie niemals ausgehen.

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