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Kaffee-Kapseln für die Bio-Tonne

/ Sven Ebbing

Die geschmückten Straßen und Vorgärten sowie der verlockende Duft von Glühwein und gebrannten Mandeln machen schnell klar: Es ist Vorweihnachtszeit! Allerdings zeigt sich diese Zeit des Jahres nicht unbedingt von ihrer nachhaltigen Seite. Gefällte Weihnachtsbäume in Wohnzimmern, volle Innenstädte und Geschäfte, Paketdienste laufen auf Volllast. Damit der Öko-Gedanke dennoch nicht zu kurz kommt präsentieren wir mit jeder angezündeten Adventskerze eine nachhaltige und spannende Idee.

Zum 4. Advent nehmen wir mit UniCaps ein kleines Unternehmen aus Frankfurt an der Oder in den Blickpunkt, das den Start-Up-Kinderschuhen zwar entwachsen ist und dessen Produkte der ein oder andere schon im Supermarktregal gesehen hat. Jedoch ist der Hersteller von kompostierbaren Kaffee-Kapseln ein gutes Beispiel dafür, dass mit einer nachhaltigen, ökologisch cleveren Idee auch erfolgreich gewirtschaftet werden kann.

Bei Kaffee-Kapseln lieber nachhaltige Rohstoffe statt Aluminium und Plastik

Erst 2017 gegründet, ist das Unternehmen mit seiner Produktlinie MyCups schon längst über die Landesgrenzen hinaus vertreten und hat weitere Expansionspläne. Das Geschäftsmodell ist so simpel wie zeitgemäß. Die beliebten Kaffee-Kapseln für Nespresso-Maschinen bestehen in der Regel aus Aluminium oder Plastik, was nicht nur viele Emissionen bei der Herstellung verursacht, sondern auch zu großen Mengen an schwer zu entsorgendem Müll führt. Als Alternative haben die Unternehmer Max Sandherr und Dirk Tillmann kompostierbare Kapseln entwickelt, die ebenfalls in jede Nespresso-Maschine passen. Die Kapseln bestehen ausschließlich aus nachwachsenden Rohstoffen und verrotten ohne Rückstände – Kaffeekapseln für die Bio-Tonne also. Die Verwendung von Lignin, einem Abfallprodukt aus der Holzverarbeitung, Glukose und Stärke sowie ein komplizierter Herstellungsprozess machen es möglich.

Kaffee-Kapseln: Produktion ist weitgehend klimaneutral

Inzwischen ist es dem Unternehmen mit 25 Mitarbeitern sogar gelungen, die komplette Kapsel-Produktion weitgehend klimaneutral zu gestalten. Neben dem Einsatz von Ökostrom für die Maschinen kauft UniCaps auch Zertifikate, mit denen der Wald in Deutschland wieder aufgeforstet werden sollen. So wird der CO2-Ausstoß zumindest indirekt wieder ausgeglichen. Wer also nicht auf schnell zubereiteten Kaffee verzichten, sich aber nicht mit dem miesen Image der Standard-Kapseln zufriedengeben will, hat mit kompostierbaren Bio-Kapseln mittlerweile eine sinnvolle Alternative zu Alu- und Plastikmüll.

Und für alle Tee-Trinkern unter uns gibt es noch eine tolle Nachricht: Neben Bio-Kaffee vertreiben die Brandenburger auch Kapseln für Bio-Tee. Egal welches Heißgetränk es sein soll: Es geht immer auch nachhaltig. 

Quellen:
Bericht vom moz.de zu Kaffeekapseln
Webseite von Unicaps​​​​​​​