Verbraucherthemen

Stromkosten in Zeiten von Corona

Seit dem Beginn der Corona-Pandemie sind die Stromkosten vieler privater Haushalte stark gestiegen. Aufgrund von Lockdown, Homeoffice und Homeschooling verbringen viele Menschen mehr Zeit zu Hause und müssen daher mit höheren Kosten für Strom, Gas und Wasser rechnen.

Die aktuelle Corona-Lage beeinflusst unser Leben massiv. Wer hätte vor einem Jahr gedacht, dass die rasante Verbreitung der Pandemie so extreme, tiefgreifende Veränderungen mit sich bringen würde? Nicht nur das öffentliche Leben, sondern auch unser Arbeitsalltag hat sich verändert. Die meisten Berufstätigen müssen derzeit im Home-Office arbeiten, Schüler und Studenten lernen von zu Hause. Das heißt, dass immer mehr elektrische Energie genutzt wird: Der Computer läuft den ganzen Tag, das Licht brennt und es wird öfter gekocht. Auch der Wasserverbrauch steigt, wenn Familien mehr zu Hause sind. All dies treibt die Nebenkosten in die Höhe. Christina Wallraf von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen betont: „Man muss davon ausgehen, dass es für eine Familie, die im Gegensatz zu früher nun viel zu Hause ist, in der Summe etwas 250 Euro pro Jahr teurer wird.“

Laut einer Auswertung der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft „CO2online“ sei der Stromverbrauch pro Haushalt in 2020 im Schnitt um 162 Kilowattstunden gestiegen, was einem Plus von etwa fünf Prozent entspricht. Basis für die Auswertung dieser Daten sind 3.212 Datensätze von Privathaushalten, die auf tatsächlichen Stromzählerständen basieren. Etwa drei Viertel der ausgewerteten Haushalte verbrauchen mehr Strom.

Unternehmen verbrauchen weniger

Viele Unternehmen schicken ihre Mitarbeiter in die Kurzarbeit oder ins Home-Office, einige Betriebe stehen im Lockdown still. Im Allgemeinem lässt Corona durch eine geringere Industrieproduktion sowie eine schwache Wirtschaftslage in Deutschland, den Stromverbrauch sinken. Laut dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) wurden im ersten Lockdown im Frühjahr 2020 etwa 272 Milliarden Kilowattstunden verbraucht – 26 Milliarden weniger als im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres. Das ist ein Rückgang um 5,7 Prozent. Dafür hat sich das Volumen der Datenkommunikation von Unternehmen verdoppelt.

Stromsparen in der „Corona-Normalität“

Strom ist ein Produkt, das tatsächlich von Jedem genutzt wird. Die beste und umweltfreundlichste Lösung Strom zu sparen ist die Reduzierung des Stromverbrauchs zu Hause. Im Home-Office wäre es empfehlenswert, die Energiesparfunktion des Computers einzuschalten und zum Feierband alle Bildschirme auszuschalten. Denn ein Laptop z.B.  verursacht pro Arbeitstag Stromkosten in Höhe von 15 Cent. Im ganzen Jahr sind das rund 40 Euro. Durch einen Computer mit angeschlossenem Bildschirm entstehen Kosten in Höhe von 50 Cent pro Tag, was im Jahr ca. 125 Euro ausmachen. Die Verwendung von LED-Lampen, Sparduschköpfen sowie energieeffizienten Geräten helfen beim Stromsparen und tragen außerdem zur Energiewende bei. Unter anderem ist es wichtig, an das richtige Heizen und Lüften zu denken. Denn eine angenehme, gesunde Raumtemperatur reduziert nicht nur die Stromkosten, sondern fördert im Home-Office, fit und konzentriert zu bleiben.

Vielen Verbrauchern ist nicht bewusst, dass infolge von Stromverschwendung jedes Jahr unnötige Emissionen von fast 15 Millionen Tonnen CO2 entstehen.

Quellen:
Artikel aus dem Stern
Blogbeitrag der EnBW
Beitrag von proplanta – das Informationszentrum für Landwirtschaft

 

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