Verbraucherthemen

Erneuter Corona-Lockdown: Stromkosten für Haushalte 2020 höher

Es ist wieder soweit: Wir gehen in den Lockdown light. Eine Erfahrung aus dem Frühjahr zeigt: Auch wenn insgesamt der Stromverbrauch sinkt, ist er in den Haushalten erhöht. Ein Grund ist unter anderem das sogenannte Home-Office, das bei Arbeitgebern und -nehmern in diesem Jahr hoch im Kurs steht. Das kann für eine böse Überraschung bei der nächsten Abrechnung sorgen.

Viele bleiben durch Lockdown und #stayathome zu Hause

Anfang der Woche hat eine erneute Lockdown-Phase begonnen. Auch die Redaktion des Energieverbraucherportals hat sich dazu entschieden, die sowieso schon seltenen Präsenzzeiten im Büro auf ein Minimum zu setzen und von zu Hause aus zu arbeiten. Home-Office hat im vergangenen halben Jahr einen gewaltigen Sprung gemacht und durch Corona könnte man sogar von einem regelrechten Boom sprechen.

Für viele hat es tatsächlich auch Vorteile. Man hat so zum Beispiel deutlich mehr Zeit, weil die Fahrten zur Arbeit und nach Hause wegfallen. Um den Kopf mal freizukriegen, kann man vielleicht noch was im Haushalt erledigen. Außerdem können endlich Pakete persönlich angenommen werden – sofern der Lieferant auch wirklich klingelt.

Es gibt nur einen kleinen Nachteil, denn es wird sich bei den meisten Menschen eine Rechnung erhöhen: Die Stromrechnung. Mit der gestiegenen Zeit zu Hause steigt unweigerlich auch der Stromverbrauch. Selbst die Freizeit werden (und sollten) wir in den kommenden Wochen vermehrt zu Hause verbringen. Man muss kein Prophet sein, dass sich viele auf Serienschauen einstellen oder statt einem Restaurantbesuch selbst den Kochlöffel schwingen werden. Der Verbrauch steigt.

Erneuter Lockdown: Haushalte verbrauchen in Corona-Zeit mehr Strom

Zum ersten Lockdown kann im Tagesspiegel gelesen werden, wie wir unser Strom-Verhalten verändert haben. Normalerweise verbrauchen Haushalte ihren Strom vor allem morgens und abends, da die meisten Arbeiten gehen. Im Lockdown allerdings verteilt sich der Stromverbrauch mehr über den gesamten Tag. Wir stehen später auf, kochen mittags mehr. Spannend ist dagegen, dass weniger gewaschen wird. Trotzdem: Insgesamt verbrauchen Haushalte mehr Strom.

Immerhin versucht die Bundesregierung mit ihrem Konjunkturpaket gegen die Folgen der Corona-Krise anzukommen. Bezogen auf den Strompreis sind dabei zweierlei Dinge wichtig. Zum einen profitieren Stromkunden ebenfalls von der geringeren Mehrwertsteuer von 16 % statt 19 %. In den meisten Fällen berücksichtigen die Anbieter dies in der Jahresabrechnung. Zum anderen soll sich die EEG-Umlage im kommenden Jahr nicht erhöhen. Sie wird sogar von 6,75 Cent pro kWh auf 6,5 Cent abgesenkt. Für 2020 auf 6 Cent. Die Senkung der Umlage soll durch andere Bundesmittel aufgefangen werden.

Kann man höhere Stromkosten im Lockdown verhindern?

Dennoch kann man davon ausgehen, dass sich die Stromrechnung für einige von uns erhöhen wird. Um dem zu entgehen, kann man natürlich auf die gängigen Stromspartipps hinweisen, wie wir sie zum Beispiel in unserem Podcast besprochen haben. Eventuell kann es eine Idee sein, den Anbieter zu wechseln, um einen günstigeren Tarif oder eventuelle Boni zu ergattern. Aber: Sollte ein Tarif viel zu günstig erscheinen, lieber zweimal Nachschauen.

Einige Versorger bieten auf ihren Websites einen Bereich für Kunden an, wo sie ihr eigenes Konto verwalten können. Dort können Verbraucher unter Umständen ihre monatlichen Beiträge ändern. Auch wenn man aktuell nicht sicher sein kann, um wie viel mehr der aktuelle Stromverbrauch erhöht ist, können ein paar Euro mehr im Monat eine unangenehme Überraschung bei der nächsten Jahresabrechnung etwas mindern.

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