Politik & Wirtschaft

Fridays for Future: Schülerdemos mahnen weltweit zu besserer Klimapolitik

Am heutigen Freitag wurden auf der ganzen Welt die Proteste von Schülerinnen und Schülern verstärkt. Schon in den Morgenstunden konnte man in den Sozialen Medien Bilder aus dem asiatischen und pazifischen Raum bestaunen, wie Kinder für ihre Zukunft auf die Straßen gingen. Auch in Deutschland war der Protest groß.

Schon seit längerem protestieren Schülerinnen und Schüler für eine bessere Klimapolitik auf der ganzen Welt. Initiiert von der 16-jährigen Schwedin Greta Thunberg, die als Ikone für die Bewegung gilt, sorgen die Kinder bei den wöchentlichen Demonstrationen #fridaysforfuture für viel Diskussionsstoff. Besonders in Deutschland gibt es aus Reihen der Politik immer wieder Stimmen, die auf die gegebene Schulpflicht hinweisen.

Nichtsdestotrotz wurde auch am heutigen Freitag wieder demonstriert. Dieses Mal allerdings beteiligt sich die ganze Welt im großen Stil an den Protesten. In mehr als hundert Ländern gingen Kinder und Studierende auf die Straße. Auch in Deutschland ist der Protest am heutigen Tag größer als sonst ausgefallen. Allein 200 Kundgebungen waren angemeldet. In Düsseldorf wurde der Marsch der Klimaprotestler vom Karnevalswagen des Künstlers Jaques Tilly unterstützt. Auf diesem ist Greta zu sehen, wie sie die Erwachsenen an den Ohren zieht und diese in die Verantwortung nimmt.

Fridays for Future stehen mit Forderungen nicht alleine da

Dass die Schülerinnen und Schüler mit ihrem Protest nicht alleine stehen, zeigt die “Bewegung” Scientists for Future, die sich ihnen angeschlossen hat. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz konnten sich auf freiwilliger Basis daran beteiligen und eine Stellungnahme mitunterzeichnen. Insgesamt fanden sich 23000 Wissenschaftler für die Scientists for Future. Auf der Bundespressekonferenz vom vergangenen Dienstag bezeichnete Eckart von Hirschhausen, Wissenschaftsjournalist und Arzt, diese Zahl als “eine fantastische Zahl. Mehr als Lungenärzte”. 

Mit der Unterstützung der Wissenschaftler, die ähnlich wie die Schüler ebenso scharf die Politik kritisieren und seit Jahrzehnten auf eine bessere Klimapolitik pochen, wird auch die Aussage von Christian Lindner (FDP) ad absurdum geführt, der die Schülerdemos insofern kritisierte, als dass dies keine Profis seien und somit die Klimapolitik anderen überlassen sollten. Die Profis für klimawissenschaftliche Ansichten haben sich mit den Wissenschaftler allerdings gefunden. Und diese stehen eindeutig und in gewaltiger Zahl hinter den Demonstranten.

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