Verbraucherthemen

Tag der Daseinsvorsorge: Wenn Unternehmen da sind

Der heutige Tag sollte für fast alle Menschen in Deutschland ein kleiner Feiertag sein. Es ist Tag der Daseinsvorsorge. Auch wenn es im ersten Moment ein etwas sperriger Begriff ist, steckt dahinter nichts anderes als die tägliche Versorgung der Bürger mit notwendigen Gütern.

Zugegeben, würde man Menschen auf der Straße danach fragen, was sie unter dem Begriff „Daseinsvorsorge“ verstünden, gibt es vermutliche ratlose Gesichter. Dabei steckt hinter dem Begriff die absolut notwendige Versorgung mit verschiedenen Gütern, ohne die das Leben deutlich beschwerlicher wäre. Dazu gehören beispielsweise Strom, Wärme, Wasser und Internet sowie die Abfall- und Abwasserentsorgung. „Vorsorge“ passt somit wunderbar, denn ein Ausbleiben der Versorgung würde mit Sicherheit zu großer Sorge führen. Kein Wunder also, dass dieser Tag der Daseinsvorsorge gemeinsam vom Verband kommunaler Unternehmen, dem Gemeindebund sowie dem Deutschen Städtetag ausgerufen wird. Bereits zum vierten Mal wird der Tag begangen, der auch international heute gefeiert wird.

Mit Tag der Daseinsvorsorge in die öffentliche Wahrnehmung

Mit dem Tag der Daseinsvorsorge wollen Verbände auf die Bedeutung kommunaler Unternehmen hinweisen und deren Bedeutung in die öffentliche Wahrnehmung setzen. Das ist sicher nicht unberechtigt, da viele von uns die grundsätzliche Versorgung als Selbstverständlichkeit ansehen. Gerade der Blick in andere Länder zeigt, dass wir uns in einer privilegierten Position befinden.

Außerdem soll dieser Tag auch ein kleiner Reminder an die jüngere Bevölkerung sein, kommunale Unternehmen als potenzielle Arbeitgeber in den Blick zu nehmen. „Die kommunalen Unternehmen spielen in der öffentlichen Wahrnehmung, auch als potenzielle Arbeitgeber, leider oft nicht die Rolle, die ihnen tatsächlich zukommt – das muss sich ändern.“, meint Niklas Benrath, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA). Insgesamt arbeiten in den verschiedenen Bereichen beinahe 270.000 Menschen.

Kommunale Unternehmen wurden auch von Corona getroffen – Versorgung aber sicher

Die Verbände betonen in ihren Meldungen auch die Corona-Krise. „Die kommunalen Unternehmen halten Deutschland am Laufen – auch in der Krise kam Wasser weiter aus dem Hahn und Strom aus der Steckdose.“, so Ingbert Liebing, Hauptgeschäftsführer des VKU. Das Energieverbraucherportal hat zur Corona-Krise Energieversorger, die mit dem Siegel „TOP Lokalversorger“ ausgezeichnet wurden, befragt, wie sie mit der Pandemie umgehen. Das Ergebnis war, das auch die Versorger mit Einschnitten zu kämpfen hatten, generell die Versorgung aber sicher sei und man ein hohes Vertrauen in der Bevölkerung genieße.

Lesen Sie mehr zur Bedeutung der Versorgung auch in folgendem Artikel:

Keine Selbstverständlichkeit: Bedeutung von Versorgungssicherheit und Infrastruktur

Quellen:
Pressemitteilung zum Tag der Daseinsvorsorge auf vku.de

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