Börsengang von Uniper gestartet

Bereits seit Anfang des Jahres 2016 treten der größte Energiekonzern Deutschlands E.ON und die Uniper Gruppe getrennt auf. Seitdem fungiert Uniper als operativ eigenständiges Unternehmen und ging am 12. September entgegen vieler Erwartungen erfolgreich an die Börse.

von Redaktion
News

Datum: 22.09.2016 11:47

Die Energiewende ist für viele Unternehmen eine schwierige Herausforderung. Der Energiesektor muss sich dahingehend umstrukturieren, Erneuerbare Energien auszubauen, gleichzeitig eine durchgängige Versorgungssicherheit zu gewährleisten sowie Atomkraftwerke in Deutschland zurückzubauen. Aus diesem Grund konzentriert sich E.ON nun nur noch auf die Felder Erneuerbare Energien, Energienetze und Kundenlösungen. Für die Energieversorgung aus konventioneller Erzeugung und den globalen Energiehandel ist nun die neue Firma Uniper zuständig.

Zustimmung der Aktionäre


In der Hauptversammlung der E.ON SE stimmten am 8. Juni 2016 fast alle Aktionäre (etwa 99,7%) für die Abspaltung einer Mehrheitsbeteiligung. Die Aktionäre der E.ON SE erhalten mit diesem Beschluss rund 53% der Uniper Aktien. Da binnen der Frist von einem Monat niemand gegen die Abspaltung stimmte, konnte diese problemlos erfolgen. Zugelassen wurden die Aktien an der Frankfurter Wertpapierbörse schließlich am 09.09.2016.

Erfolgreicher Start der Uniper Aktie


Am darauffolgenden Montag ging das neue Unternehmen damit an die Börse. E.ON Aktionäre erhielten am Starttag für je zehn E.ON Aktien eine Uniper Aktie. Auch wenn viele Anleger ihre Aktie sofort wieder verkauften, war die Nachfrage insgesamt höher als die Verkaufsrate. Während die E.ON-Aktie um 13% fiel und damit ein 23-Jahres-Tief erreichte (Wert 7,03€), stieg die Uniper-Aktie bereits am Vormittag von der Erstnotiz (10,02€) um fast 8% (10,80€).

Quelle:
Handelsblatt
manager-magazin.de