Deutschland EU-weit mit den zweithöchsten Strompreisen

Für die deutschen Haushalte sind die Preise für Strom im europäischen Vergleich besonders hoch. Nur Dänemark liegt noch knapp über diesen Preise. Aber: Der Preis steigt nicht mehr stark wie in den vergangenen Jahren.

von Matthias Epkes
News

Datum: 03.12.2014 12:04

Wie die Bundesnetzagentur und das Bundeskartellamt in ihrem „Monitoringbericht 2014“ bekannt gaben, zahlen in Europa die Deutschen besonders viel für ihren Strom. Ein einfacher Privathaushalt zahlt hierzulande 29.21 Cent/kWh, Dänemark zahlt 29,35 Cent und ist somit knapper „Sieger“. Zum Vergleich: Der EU-weite Schnitt aller 28 Mitgliedsländer liegt bei 18,17 Cent/kWh. Immerhin ist an den Zahlen zu erkennen, dass der Strompreis im Vergleich zu den vorherigen Jahren nur unwesentlich stieg.

Wechsel des Stromanbieters lohnt sich


Gründe für die hohen Strompreise sind vorrangig Abgaben aus Steuern und Umlagen. Dieser Bereich der Kosten macht allein 73,4 Prozent des gesamten Preises aus. Der restliche Betrag wird für Energiebeschaffung, Vertrieb und Margen fällig. Außerdem weist der Bericht darauf hin, dass viele Haushalte Strom von ihren Grundversorgern beziehen. Diese sind im Vergleich zu anderen Anbietern meist teurer. Die Herausgeber geben dazu an, dass sich günstigere Preise „weiterhin durch eine Vertragsumstellung oder einen Lieferantenwechsel erzielen“ lassen. Derzeit werden noch 79 Prozent durch den Grundversorger beliefert. Aber auch hier lässt sich ein Trend erkennen: Immer mehr Verbraucher nehmen ihr Schicksal selbst in die Hand und wechseln ihre Tarife und Versorger.

Quellen:
Die Zeit
Bundesnetzagentur (mit Link zum Monitoringbericht)