Kraftwerke adé: E.on möchte sich der Energiewende widmen

Der Energieriese E.on teilte am Sonntagabend mit, dass er sich radikal neu aufstellen will. Dabei wird die konventionelle Stromerzeugung in den Geschäftsbereich einer neuen Gesellschaft mit 20.000 Mitarbeitern gelegt. Der Fokus des Hauptkonzerns E.on SE wird zukünftig vor allem auf regenerativen Energien und dem Kundengeschäft liegen.

von Matthias Epkes
News

Datum: 01.12.2014 11:57

Der von finanziellen Schwierigkeiten geplagte Energiekonzern wird sich von seinen konventionellen Kraftwerken trennen und die Verantwortung für diese auf eine neue Gesellschaft übertragen. Bis 2016 sollen die Vorrausetzungen für den Umbau geschaffen werden. Insgesamt werden 20.000 Mitarbeiter des ursprünglichen Konzerns in die neue Gesellschaft übertragen. Dieser neue Bereich soll vor allem für Investoren attraktiv sein. Somit wird sich der Konzern langfristig von seiner ursprünglichen, konventionellen Stromerzeugung lösen. Der Sitz der noch namenlosen Gesellschaft wird sehr wahrscheinlich im Rhein-Ruhr-Gebiet liegen.

Arbeitsplätze bei E.on sollen erhalten bleiben


Der größere Teil des Konzerns wird als E.on SE weiterhin bestehen bleiben, sich aber auf die Bereiche Energiewende, Energienetze und Kundenlösungen fokussieren. Schwerpunkte liegen dabei auf Windenergie, Photovoltaik sowie Modernisierung bestehender Energienetze. Dieser neu strukturierte Konzern wird aus 40.000 Mitarbeiter bestehen und seinen Hauptsitz weiterhin in Düsseldorf haben. Der Energieversorger bekräftigte in seiner Pressemitteilung, dass es sich mit diesem radikalen Umbau des Konzerns nicht um ein Programm zum Abbau von Arbeitsplätzen handelt. Ob dies auch für die neue Gesellschaft zutrifft, bleibt abzuwarten. Die Energiegewinnung durch konventionelle Energieträger blickt derzeit keiner rosigen Zukunft entgegen.

Quellen:
Pressemitteilung E.on vom 30.11.2014
Rheinische Post