Nachfrage an erneuerbaren Energien übersteigt Erwartungen

Die weltweite Stromversorgung bezieht sich deutlich schneller aus erneuerbaren Energien, als angenommen. Die Internationale Energieagentur (IEA) korrigierte ihre Fünf-Jahres-Prognose und geht von einem 13 Prozent höheren Wachstum bis 2021 aus, als noch vor einem Jahr angenommen. Damit beläuft sich der Beitrag von sauberem Strom an der Energieerzeugung auf insgesamt 28 Prozent. Insbesondere mittelfristig werden die Aussichten für den Markt damit auch an der Börse positiv bewertet.

von Katharina Korczok
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Datum: 02.11.2016 17:02

Börsengang von Innogy und Dong Energy


Anfang des Monats verbuchte die RWE-Tochter Innogy mit 4,6 Milliarden Euro Einnahmen in Frankfurt den größten Börsengang seit 16 Jahren. Zwar fielen die Gewinne 350 Millionen niedriger als erwartet aus, dennoch platzierte die Ökostromtochter die Aktie mit 36 Euro pro Stück zum Maximalpreis. Innogy gilt mit einer Bewertung von 20 Milliarden Euro als wertvollstes deutsches Energieunternehmen und könnte bereits dieses Jahr in den MDax einziehen. Im Juni setzte bereits der dänische Windparkentwickler Dong Energy für 2,3 Milliarden Euro erfolgreich seinen Eintritt an der Kopenhagener Börse um. Das Potenzial der Branche verdeutlichte im August außerdem die Übernahme von SolarCity durch den Elektroautohersteller Tesla für insgesamt 2,3 Milliarden Euro.

Nachhaltigkeitskriterien in Börsenportfolio


Insgesamt greifen mittlerweile knapp zwei Drittel der institutionellen Investoren auf Nachhaltigkeitskriterien zurück, wie eine Studie der Union Invest bereits Mitte des Jahres unter europäischen Großinvestoren ergab. Das schlägt sich auch im Aufbau von Pensionsfonds nieder, die hohen CO2-Emissionen ein größeres Anlagerisiko zuschreiben und Nachhaltigkeitsfaktoren in Portfolios zur Performance-Bewertung analysieren.
Als Wachstumsbremse präsentiert sich derweil die Politik. Die geplante Drosselung des Windkraft-Ausbaus in Norddeutschland setzt die Branche unter Druck, die Aktie des Windturbinenbauers Nordex fiel vergangene Woche um 2,6 Prozent.

Quellen:
N-TV
wochenblatt.de
Handelsblatt
business-insider.de
businessinsider.de
manager-magazin.de
boersen-zeitung.de