Neues zum Fracking in den USA: Schadensersatz aufgrund von verunreinigtem Trinkwasser

Während in Deutschland ist Fracking nach wie vor nicht erlaubt ist, hatten die USA mit den Bedenken rund um die umstrittene Fördermethode von Schieferöl und insbesondere Gas weniger Probleme. So kam es in den letzten Jahren im Streben nach landeseigenen Energiequellen zu einem wahren amerikanischen Fracking-Boom. Seit kurzem befassen sich nun aber konkret die US-Gerichte mit den ersten Folgen dieser Entwicklungen.

von Carolin Lonnes
News

Datum: 11.03.2016 16:46

Erste Schadensersatzforderungen


Die Bohrmethode des Frackings nutzt ein Gemisch Wasser, Sand und Chemikalien, um kleine Rohstoffvorkommen unter der Erde unter Hochdruck frei zu sprengen. Die Auswirkungen des Verfahrens auf die Umwelt gelten jedoch noch nicht ausreichend erforscht, so dass sich eine breite Gegnerfront in Deutschland gebildet hat. Sorgen, die in Amerika hinter de nwirtschafltichen Interessen an einer kostengünstigen Gewinnung von Erdgas in den Hintergrund traten. Dass diese durchaus berechtigt zu sein scheinen, bestätigt nun eines der ersten Urteile eines US-Gerichts in einem Schadensersatzstreit um verseuchtes Grundwasser.

Verbrauchersieg vor Gericht


Ein US-amerikanischer Erdgasförderer muss nun nämlich zwei Familien mehr als vier Millionen US-Dollar Entschädigung zahlen. Das entschied ein Gericht in Scranton, Pennsylvania. Die Jury befand die Firma Cabot Oil & Gas für schuldig, das Grundwasser durch Fracking verschmutzt zu haben. Die beiden Familien hatten Cabot 2009 verklagt, nachdem ungewöhnlich viel Methan im Grundwasser aufgetreten war. Die Firma hatte ihrerseits behauptet, die Probleme habe es bereits vor den Bohrungen gegeben, berichtet die Lokalzeitung "Scranton Times-Tribune".

Quellen:
Spiegel
n-tv.de