Wie schütze ich mich vor Stromanbieter-Fallen?

Ein Wechsel des Versorgers oder eines Tarifs sollte niemanden Angst machen, denn es kann für einige große finanzielle Vorteile bieten. Vor einem Wechsel lohnt es sich aber immer den bisherigen Anbieter zu kontaktieren. Vielleicht hat er ja doch noch ein besseres Angebot. Wer sich unsicher bei Tarifen ist, sollte beim Wechsel auf verschiedene Punkte achten:

von Matthias Epkes
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Datum: 24.01.2019 17:21

  • Preisgarantie: Durch eine Preisgarantie sichert sich der Verbraucher (für einen bestimmten Zeitraum) gegen plötzliche Anhebungen des Strompreises ab. Dies ist besonders wichtig, da der Strommarkt dynamisch ist und sich dauernd ändert.
  • Kündigungsfrist: Es wird empfohlen, dass diese einen Monat nicht überschreitet, damit zukünftige Wechsel schnell und reibungslos funktionieren. Kündigungsfristen müssen eingehalten werden, ansonsten erneuert sich der Vertrag automatisch.
  • Vertragslaufzeit: Eine kurze Vertragsdauer bedeutet mehr Flexibilität und ermöglicht das Reagieren auf mögliche Preisschwankungen. Empfehlenswert ist eine Laufzeit von maximal 12 Monaten, da der Verbraucher ansonsten sehr stark an den jeweiligen Stromanbieter gebunden wird und auch erst nach Ablauf der Frist kündigen kann.
  • Wechselprämien & Boni: diese sollten kritisch miteinbezogen werden. Ein häufiger Wechsel kann Potenzial zum Einsparen bringen, da viele Stromanbieter Kunden mit Wechselboni anwerben. Aber Achtung bei Spartarifen: hier sind versteckte Kosten möglich, indem sich die Stromkosten nach einer bestimmten Zeit erhöhen.
  • Abrechnungsverfahren: Auch bei den Abrechnungsverfahren gibt es Unterschiede. Entweder erfolgt die Abrechnung zum Monatsende oder es wird eine Vorabzahlung für einen bestimmten Zeitraum eingefordert. Bei letzterem sollte beachtet werden, dass  der Verbraucher seine Vorauszahlung im Insolvenzfall des Stromanbieters verliert  und keine entsprechende Gegenleistung bekommt. Ab und zu fordern Stromanbieter darüber hinaus eine Kaution, indem sie Sonderabschlags bis Ende des Vertragsverhältnisses einbehalten und dann zinsfrei zurückzahlen.
  • Festpreisangebote: davon sollte man absehen und eher flexible Tarifoptionen wählen, da ansonsten nicht profitiert werden kann, wenn der Energieprei während der Vertragslaufzeit fällt.
  • Erreichbarkeit: Rufen Sie einfach mal beim möglichen neuen Versorger an. Wenn Sie diesen nur schwerlich erreichen oder Ihre Fragen nur unzureichend beantworten kann, sollten Sie von diesem Versorger Abstand nehmen
  • Wenn Sie ein Wechselportal benutzen, dann sollten Sie vor dem Vertragsabschluss zur Sicherheit auch mal  die „Konkurrenz“ befragen und auf Unterschiede achten.

Weitere Informationen über den Wechsel des Stromanbieters finden Sie hier:

Stromanbieter unkompliziert wechseln- so geht’s