Volle Kraft voraus für die Windenergie

Der Wind auf hoher See bläst rund um die Uhr und ermöglicht den installierten Offshore-Windparks einen erneuten Auftrieb. Da sie mehr Energie liefern als geplant, werden die Pläne ausgebaut. Aber auch sonst kann sich der aktuelle Stand sehen lassen.

von Matthias Epkes
News

Datum: 11.11.2015 14:06

Die Koalition aus CDU und SPD hat 2013 vertraglich festgelegt, dass bis 2020 die Windkraft auf hoher See bis zu 6,5 Gigawatt Energie liefern soll, und damit umgerechnet so viel wie drei Kernkraftwerke. Hierfür sollen jedes Jahr im Schnitt zwei neue Windparks eröffnet werden. Experten gehen nun davon aus, dass ein höheres Ausbautempo durchaus möglich ist. So soll die Windkraft bis 2020 sogar auf 7,7 Gigawatt gesteigert werden. Mit diesen Überlegungen wandelt sich auch die Einstellung zu den Offshore-Anlagen, denn diese wurden von der Politik oftmals wegen ihrer hohen Kosten in die Kritik genommen. Da die bestehenden Anlagen nun mehr Energie produzieren als geplant, geht man beim zuständigen Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrografie in die Offensive.

Bundesregierung: Ausbau der Windenergie liegt im Zeitplan


Derweil vermeldet die Bundesregierung in einer Pressemitteilung, dass der aktuelle Ausbau der Offshore-Anlagen nach Plan verlaufe. Im ersten Halbjahr 2015 wurden 422 Anlagen mit einer Leistung von ungefähr 1750 Megawatt ans Netz genommen. Insgesamt werden nun 2777 Megawatt Strom durch Windparks erzeugt, das reicht aus für drei Millionen Haushalte. Bis zum Jahresende soll die Leistung auf 3300 MW steigen. Allerdings wird auch betont, dass der künftige Ausbau der Anlagen einen kontinuierlichen Aufbau der Netzinfrastruktur nötig macht.

Quelle:
WirtschaftsWoche
PM der Bundesregierung