Grüne und Umweltbundesamt raten zu Autofasten

40 Tage autofrei - Als Beitrag zu Klima- und Umweltschutz schlagen Grüne und Umweltbundesamt vor, bis Ostern auf Rad, Bus und Bahn umzusteigen. Es bleibt abzuwarten, ob der Vorschlag ähnlich gut ankommt wie der Veggie-Day.

von Katharina Korczok
News

Datum: 02.03.2017 13:46

Das geplante Dieselverbot in Stuttgart soll ab 2018 Feinstaubwerte in der baden-württembergischen Hauptstadt reduzieren. Diese überschritten 2016 deutschlandweit die gesetzlichen Grenzwerte und sorgten für eine Ermahnung seitens der EU Kommission.

Statt auf Regeln und Vorschriften setzt der Vorschlag zum Autofasten auf einen freiwillig bewussteren Umgang mit Kraftfahrtzeugen. „Es soll nicht darum gehen, das Autofahren gänzlich zu verbieten“, erklärt Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD). „Aber wir können unsere Perspektiven ändern, wenn wir ganz bewusst und zumindest in der Fastenzeit auf andere Verkehrsmittel umsteigen. Das kann und soll zu neuen Einsichten und neuen Möglichkeiten und Erfahrungen führen.“

Bewusster Umgang statt Verbot


Anstelle eines völligen Verzichts, könnte ein Ziel sein, kurze Fahrten zu vermeiden. Wer erstmal neue Wege auf dem Rad erschlossen hat oder feststellt, dass ein Spaziergang nach der Arbeit Stress abbaut, kann leichter neue Routinen finden. Gerade in der Stadt bieten sich viele Alternativen zum eigenen Auto, die während der Fastenzeit ausgetestet werden könnten.

Neu ist die Idee des Autofastens nicht. Bereits zum 20. Mal riefen Bistümer und Evangelische Kirchen am Aschermittwoch dazu auf, das Auto in den nächsten sieben Wochen stehenzulassen. Im letzten Jahr registrierten sich offiziell 1850 Menschen für die Aktion.

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Quelle:
FOCUS
energiezukunft.eu