Erneuerbare Energien erstmals Spitzenreiter bei der Stromproduktion

Braunkohle, Gas, Atomstrom: Sie alle müssen sich als Stromquelle Nr. 1 hinten anstellen. Die erneuerbaren Energien konnten sich in den ersten acht Monaten 2014 an die Spitze der Stromversorgung in Deutschland setzen.

von Matthias Epkes
News

Datum: 19.12.2014 14:54

Bis August diesen Jahres erzeugten die regenerativen Energieträger 109 TWh, also 109 Milliarden Kilowattstunden Strom. Der Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch ist somit im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 Prozent auf 25,3 Prozent gestiegen. Dies geht aus dem kürzlich veröffentlichten „Ersten Fortschrittsbericht Energiewende“ hervor. Lediglich in den Bereichen der Wärmegewinnung sowie in Verkehrssektor besteht Nachholbedarf. Derzeit beträgt der Anteil hier lediglich 9,1 bzw. 5,5 Prozent. Insgesamt sank der gesamte Energieverbrauch um 5 Prozent. Allerdings wird auch erwähnt, dass der extrem milde Winter Grund für einen geringeren Verbrauch ist.

Bevölkerung steht hinter Energiewende


Dennoch sind es Zahlen, die vor allem Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel erfreuen werden, nachdem die Schlagzeilen gerade zur Kohlepolitik nicht immer positiv waren. Die EEG-Umlage wird 2015 im Vergleich zu 2014 auf 6,17 ct/kWh sinken, damit würde die „steigende Kostendynamik der letzten Jahren“ gestoppt werden. Dies ist auch Grundlage für die sinkenden Strompreise 2015.

Die insgesamt positive Berichterstattung über die Energiewende bewirkt eine hohe Zustimmung in der Bevölkerung. Bis zu 92 Prozent (TNS Emnid) der Deutschen findet einen Ausbau wichtig. Eine breite Zustimmung ist allerdings auch notwendig: Bis 2050 möchte die Bundesregierung der Anteil der erneuerbare Energien auf mindestens 80 Prozent steigern.

Quellen:
topagrar.de
Erster Forschrittsbericht Energiewende