Gesetzesänderungen im April

Zwei Änderungen im Energiebereich sind am 1. April 2016 in Kraft getreten: Einerseits verdoppeln sich die Förderkredite auf eine Obergrenze von 100.000 Euro für energieeffizientes Bauen. Auf der anderen Seite sinken die Fördersätze für Windenergieanlagen und Biomasse um 1,2 bzw. 0,5%.

von Lina Feder
News

Datum: 15.04.2016 17:08

Die KfW verdoppelt ihren Höchstsatz für Förderkredite


Waren es bisher höchstens 50.000 Euro, die Bauherren als Förderkredit für den Bau eines energieeffizienten Gebäudes von der KfW (die ehemalige Kreditanstalt für Wiederaufbau) erhalten haben, verdoppelt sich dieser Betrag zum 1. April 2016. Damit werden allerdings auch die Anforderungen strenger: Die Förderung gilt nur für den Standard „KfW-Effizienzhaus-55“. Bei dieser Kategorie wird wiederrum das Nachweisverfahren vereinfacht.
Neben der Erhöhung des Förderhöchstbetrags wird außerdem die Kategorie „40 Plus“ eingeführt. Der Energiebedarf solcher Häuser ist so niedrig, dass er vorwiegend selber gedeckt werden kann.

Kategorisierung der Energiesparverordnung


Ein Haus nach der Kategorie 100 entspricht den Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV), während ein Effizienzhaus 55 nur noch 55% der Energie des von EnEV vorgegebenen Höchstwerts benötigt.

Als Beispiel nennt die KfW auf ihrer Internetseite für ein Effizienzhaus 115 etwa, dass dieses über eine Außenwanddämmung, eine Dachdämmung, neue Fenster mit Doppelverglasung sowie eine Gas-Brennwertheizung mit Solaranlage für Trinkwassererwärmung verfügt. Dagegen besitzt ein Effizienzhaus 55 eine Außenwanddämmung, eine Dachdämmung, neue Fenster mit Dreifachverglasung und Spezialrahmen, eine Solaranlage für Trinkwassererwärmung sowie eine Holzpelletheizung, Biomasseheizung oder Wärmepumpe.

Fördersätze für Windenergieanlagen und Biomasse sinken


Laut der Regel des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes 2014 müssen die Fördersätze für Windenergie an Land sowie Biomasse ab 2016 quartalsweise angepasst werden. Der gesetzliche Rahmen des Netto-Zubaus für Windkraftanlagen liegt zwischen 2.400 und 2.600 Megawatt. Innerhalb dieses Bereiches erfolgt eine Senkung der Fördersätze um 0,4%. Bei einer Überschreitung dieses Rahmens erfolgt eine stärkere Minderung der Förderung. Da der Netto-Zubau für Windenergie an Land bei etwa 3.712 Megawatt lag, bedeutet dies eine Kürzung der Fördersätze um 1,2%. Auch die Förderung für Biomasse wird um 0,5 % gesenkt.

Quellen:
kfw.de
kfw.de
Bundesnetzagentur