IRENA-Report: Mit Erneuerbarer Energie und Effizienz gegen den Klimawandel

Vor wenigen Tagen endete der Pariser Klimagipfel der UN. Klimapolitische Ziele wurden zum ersten Mal einvernehmlich von allen teilnehmenden Ländern formuliert, damit der Klimawandel klein gehalten werden kann. Eine kurz vorher publizierte Studie zeigt deutlich: Mit mehr grüner Energie sind die Ziele schneller zu erreichen.

von Matthias Epkes
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Datum: 18.12.2015 16:24

Das Zwei-Grad-Ziel war großes Thema in Paris. Dabei handelt es sich um das Vorhaben mit geeigneten Maßnahmen das Temperaturniveau im Vergleich zur vorindustriellen Zeit nicht über 2 Grad ansteigen zu lassen. Zu diesem Ziel hat die Internationale Organisation für erneuerbare Energien (IRENA) am 23. November einen Bericht veröffentlicht. Im „REthinking Energy 2015 – Renewable Energy and Climate“ errechneten die herausgebenden Forscher, dass die Hälfte des Ziels bereits erreicht sein würde, wenn bis 2030 36% des weltweiten Strombedarfs durch erneuerbare Energien gedeckt werde. Damit allein könne man die Hälfte an notwendigen Emissionsminderungen erreichen. Um das Zwei-Grad-Ziel zu erreichen, bedarf es darüber hinaus noch weitere Effizienz-Maßnahmen.

„Hohe“ Investitionen für die Energiewende


Der Ausbau der Energiewende wäre dennoch eine große Aufgabe, denn es wäre das 6-fache der aktuellen Energieproduktion durch erneuerbare Energien. Damit könnten bis 2030 insgesamt 24 Millionen Menschen in der zukunftsweisenden Energiebranchen arbeiten. Die Investitionen die bis 2030 hierfür nötig werden würden, liegen laut den Experten bei ungefähr 900 Milliarden US-Dollar. Die Zahl an sich mag hoch anmuten, allerdings handelt es sich um Investitionen über einen längeren Zeitraum und über die ganze Welt verteilt. Zur Erinnerung: die weltweiten Investitionen in die Nutzung von fossilen Energieträger beträgt 930 Milliarden US-Dollar – in den Jahren 2009 bis 2014.

Solarenergie und Windkraft dominieren


Der Report bietet vor allem einen Blick in die Zukunft. In dieser werde vor allem der asiatische Raum in erneuerbare Energien investieren. Aber auch Amerika und der afrikanische Kontinent werden ein Zuwachs in nachhaltiger Energiegewinnung verzeichnen können. Das liege vor allem auch daran, dass die Kosten für Anlagen der erneuerbaren Energien deutlich gesunken sind. Allein Photovoltaik-Module seien innerhalb von fünf Jahren 80% günstiger geworden. Die Solaranlage besitze in der Zukunft eine zentrale in der Energiegewinnung – neben der Windkraft. Beide zusammen würden dem Bericht zu Folge über 70% der grünen Energieproduktion ausmachen.

Der Blick auf die erneuerbaren Energien zur globalen Stromversorgung scheint noch in den Kinderschuhen zu stecken angesichts der Möglichkeiten, die noch bestehen. Der Report mahnt allerdings dazu, dass die verschiedenen Länder - mit öffentlichen Geldern – den Anstoß geben müssen, damit der Einsatz von erneuerbaren Energien den Rang der fossilen Energie den Rang ablaufen kann und somit das Zwei-Grad-Ziel besser heute statt morgen erreicht werden kann.

Quelle:
irena.org