2014 Rekordjahr für Erneuerbare Energie

Die erneuerbaren Energien sind seit Ende des Jahres die wichtigste Energiequelle in Deutschland. 2014 trug Ökostrom laut der vorläufigen Daten des BDEW mit 25,8 Prozent vor den konventionellen Energiequellen den größten Anteil am Strommix. Damit könnte das vergangene Jahr eine Kehrtwende in der Stromersorgung darstellen und den Durchbruch der Energiewende markieren.

von Bente Löhndorf
News

Datum: 11.11.2015 13:39

Höchster Anteil an Erneuerbaren Energien trägt die Windkraft


Dank des Zubaus von regenerativen Anlagen und den günstigen Witterungsverhältnissen produzierten die Grünstromanlage mit rund 157,4 Milliarden Kilowattstunden einen neuen Rekordwert. Da gleichzeitig die Bruttostromerzeugung leicht sank, konnte der Anteil der regenerativen Energien von 24,1 Prozent im Vorjahr um 1,7 Prozent gesteigert werden. Laut des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft waren die erneuerbaren Energien somit wahrscheinlich der wichtigste Energieträger in Deutschland. Den größten Anteil am Grünstrom hat die Windenergie, obwohl ihr Zubau 2014 am geringsten ausfiel. Photovoltaik hingegen verzeichnete den größten Zuwachs und produzierte rund 14 Prozent mehr Strom als im Vorjahr. Noch weit hinter der Biomasse stammte der geringste Anteil am grünen Strommix von der Wasserkraft.

Während der Anteil an der Stromerzeugung von Atomkraft und Steinkohle mit je 15,9 und 18 Prozent auch 2014 weiter gesunken ist, verzeichnete die besonders umweltschädliche Braunkohle erneut einen leichten Zuwachs. Da die Preise für CO2-Zertifikate weiterhin sehr niedrig sind, ist diese Form der Energiegewinnung besonders lukrativ für die Energiewirtschaft. Mit 25,6 Prozent ist sie nach den erneuerbaren Energien nun allerdings nur noch der zweitwichtigste Energieträger.

Quellen:
Spiegel
BDEW